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Disziplin

Klingt Disziplin für euch auch vor allem nach Anstrengung? Oder sogar nach Kampf? Jedenfalls definitiv nicht nach etwas, das Spaß macht? Wie kann sie dann etwas mit Glück zu tun haben?

Das größte Missverständnis beim Thema Disziplin ist wohl, dass die meisten Menschen sie mit Verbissenheit oder Perfektion gleichsetzen.

Natürlich bedeutet Disziplin, dranzubleiben an einer Sache und nicht aufzugeben. Aber wir müssen aufpassen, nicht Energie zu vergeuden, indem wir uns zu sehr in eine Sache verbeißen, uns hineinkrallen, uns verkrampfen oder unsere Ansprüche so hoch setzen, dass wir sie gar nicht erreichen können.

Disziplin braucht im Grunde sogar eine gewissen Lockerheit. Damit wir bis zum Schluss, bis zum Erreichen des Ziels die nötige Energie aufrechterhalten können. Wir können nicht immer 100 % oder auch nur 75 % geben. Vielleicht sind es manchmal sogar nur 10 %. Aber genau diese 10 % bedeuten, dass wir weitermachen. Und das ist Disziplin.

Was das mit Glück zu tun hat?

Das Erreichen von Zielen macht uns glücklich. Auf etwas hinzuarbeiten und es dann zu erreichen, fühlt sich großartig an. Vorausgesetzt, es steht im Einklang mit unserem Wesen, unserer Natur.

Und auch der Weg zum Glück erfordert Disziplin. Denn wenn wir uns im Unglück verrannt haben, brauchen wir sie, um wieder herauszufinden. Manchmal müssen wir auch Dinge loslassen, die uns dabei im Weg stehen, wie:

  • die Neigung, uns klein zu machen,

  • Selbstzweifel,

  • Druck,

  • oberflächliche Ablenkungen,

  • Werte und Wege, die nicht unsere eigene sind.

​Wenn wir das tun, dann werden wir oft feststellen, dass wir plötzlich mehr Disziplin aufbringen. Denn wir sind fokussierter und gehen genau den Weg, der wirklich zu uns passt. Schritt für Schritt und jeden Schritt so groß, wie er gerade möglich ist.

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