
Loslassen
Manchmal haben wir nicht die Kraft, alles zu stemmen, was wir gerne tun wollen. Dann sollten wir es machen wie die Bäume im Herbst: Loslassen, uns aufs Wesentliche, nämlich unsere Lebensessenz, konzentrieren, und Kräfte für die nächste Phase in unserem Leben sammeln.
Manchmal tut Loslassen auch erst mal weh. Ich habe sehr damit gekämpft, meinen großen Herzenswunsch, Mutter zu werden, loslassen zu müssen.
Warum das trotzdem etwas mit Glück zu tun hat?
Wenn es uns gelingt, nach einem Verlust unsere sprichwörtlichen Hände zu öffnen und loszulassen, dann kann das Leben etwas Neues hineinlegen. Und das kann sich als unser großes Glück herausstellen. Anders, als wir uns das gedacht hatten, aber nicht weniger wertvoll.
Und selbst wenn der Traum, der Plan, der Herzenswunsch nicht verloren ist, so kann es uns trotzdem helfen, ihn ein bisschen loszulassen. Denn wenn wir ihn so fest halten, dass wir dabei unsere ganze Kraft aufbrauchen oder ihn zu zerquetschen drohen, dann macht uns das auch nicht glücklich.
Und natürlich sollten wir loslassen, was uns unglücklich macht. Aber nicht selten liegt die Schwierigkeit darin, dies überhaupt zu erkennen. Denn oft übernehmen wir „Glücksvorstellungen“, die eigentlich gar nicht zu uns passen.
Eine kleine Übung kann dabei helfen, ein Gefühl für das Loslassen zu bekommen:
Atme dreimal tief aus, ganz fest, streck am besten die Zunge dabei heraus und öffne bei jedem Ausatmen bewusst die Hände aus der Faust heraus.
Es gibt immer mehr als einen Weg für ein glückliches Leben. Das dürfen wir niemals vergessen. Manchmal sind wir nur einfach zu erschöpft, um daran zu glauben. Dann brauchen wir jemanden, der uns daran erinnert. Das will ich hiermit tun.
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